Das Forschungsgebiet

  Erreger Malaria Plasmodium falciparum Gametocyt Urheberrecht: C. J. Ngwa

Die Tropenkrankheit Malaria ist mit etwa etwa 200 Millionen Erkrankungen und knapp einer halben Million Todesfällen pro Jahr eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt. Ausgelöst wird die durch Stechmücken übertragene Malaria durch einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium. Bisherige Bemühungen, Malaria auszurotten, scheiterten bisher an der Entwicklung eines effektiven Impfstoffes und der Zunahme von Medikamentenresistenzen sowohl im Parasiten als auch in der Mücke. Daher sind neue Ansätze zur Bekämpfung der Krankheit dringend nötig.

Im Labor unter der Leitung von Frau Prof. Pradel arbeiten wir mit dem tödlichsten der humanpathogenen Malariaerreger, P. falciparum. Das Hauptziel unserer Arbeitsgruppe ist die Erforschung der zellulären und molekularen Abläufe während der Vermehrung der Parasiten in den humanen Erythrozyten sowie während der im Mitteldarm der Mücke erfolgenden Sexualphase. Unsere Expertise liegt dabei insbesondere in der Gametozytenbiologie, also der Entwicklung der sexuellen Vorläuferstadien, die wichtig für die Übertragung des Malariaerregers vom Menschen auf die Mücke sind.

In einem anwendungsspezifischen Aspekt unserer Forschung beschäftigen wir uns mit der Testung von Impfstoff- und Wirkstoffkandidaten, um ihren potentiellen Effekt auf die Blut- und Sexualstadien demonstrieren zu können. Hierfür arbeiten wir in Kollaboration mit Partnerinnen und Partnern aus der Chemie und Pharmazie.

Die laufenden Projekte unserer Arbeitsgruppe beschäftigen sich unter anderem mit folgenden Themen:

  • Die translationale Regulation in den Sexualstadien
  • Epigenetische Kontrollmechanismen während der Sexualstadienentwicklung
  • Mechanismen des Austritts aus dem Erythrozyten
  • Komplementevasion während der Vermehrung des Parasiten in den Erythrozyten
  • Zell-Zell-Interaktionen während Befruchtungsvorgängen
  • Testung von Wirkstoffen und Vakzinkandidaten