DAAD Projekt: Vergleichenden Kartierung des DNA-Methylierungsstatus des Malariaerregers

 

Gesamtdauer: 3 Jahre

Antragszeitraum: seit 2019

Stipendiat: Jean-Pierre Musabyimana

Zusammenfassung:

Malaria tropica ist nach wie vor eine große gesundheitliche Bedrohung weltweit. Verursacht wird die Krankheit durch den einzelligen Parasiten Plasmodium falciparum, der sich beim Menschen in den roten Blutkörperchen vermehrt und zu Anämie, Fieber und Organversagen führt. Die erfolgreiche Entwicklung von P. falciparum im Menschen und der als Übertrüger-fungierenden Mücke erfordert eine exakte Regulierung der Genexpression. Die molekularen Mechanismen der transkriptionellen Kontrolle sind jedoch bisher nicht gut verstanden. Zunehmende Hinweise deuten darauf hin, dass die epigenetische Regulation eine wichtige Rolle für die Genexpression spielt. Während sich bisherige Studien mit Histonmodifikationen während der erythrozytischen Replikationsphase von P. falciparum beschäftigten, gibt es bisher kaum Daten zur Genregulation durch DNA-Methylierung. Das Projekt zielt darauf ab, den DNA-Methylierungsstatus der asexuellen Blutstadien und der als sexuelle Vorläuferstadien geltenden Gametozyten, die für die Übertragung von Mensch zu Mücke entscheidend sind, mit Hilfe einer neuartigen Sequenzierungsmethode auf Nanopore-Basis zu vergleichen. Darüber hinaus wird die Funktion der plasmodialen DNA-Methyltransferase PfDNMT während dieser DNA-Methylierungsänderungen mittels Gen-Knockdown bewertet. Die in dieser Studie gewonnenen Daten werden neue Erkenntnisse über die DNA-Methylierungs-vermittelte Genregulation durch P. falciparum liefern.